Bauprojekt Haus am Baum

Im Herbst ist der Weg frei: Planungen für die Grundsteinlegung laufen

Im Oktober präsentiert sich die Baustelle fast komplett frei von der ehemaligen Wohnanlage Martinskloster. Im Studierendenwerk Trier beginnen nun die Vorbereitungen für den offiziellen Festakt zur Grundsteinlegung am 3. Dezember 2020 um 11:00 Uhr. Aufgrund der Corona-Pandemie wird es ein virtuelles Format für alle Interessierten auf dem YouTube-Kanal vom Studierendenwerk Trier geben.

Im Sommer schreiten die Abrissarbeiten gut voran - Bereits Ende August Abschluss!

Die günstige Witterung hatte einen wesentlichen Anteil daran, dass im Sommer die Abrissarbeiten am Altbestand zügig umgesetzt wurden. In der letzten Augustwoche fielen die letzten Mauerstücke der ehemals sechsgeschossigen Wohnanlage. Ein beeindruckender "Freiblick" auf das Naturdenkmal Rotbuche bietet sich nun auf der Baustelle "Haus am Baum".


Neues vom „Haus am Baum“:

100.000 Euro für zukunftsweisendes Gesamtkonzept 

 

Der Fördermittelgeber Holz-Cluster-Rheinland-Pfalz fördert das „Haus am Baum“ als ein „Leuchtturmprojekt“ mit 100.000 Euro. „Wir haben sehr erfreut vernommen, dass der Fördermittelgeber Holz-Cluster-Rheinland-Pfalz unser Haus am Baum bei der Preisverleihung mit einem (maritimen) Wegweiser verglichen hat und wir tun alles dafür die hohen Erwartungen in unseren ambitionierten Holz-Hybridbau zu erfüllen“, war die erste Reaktion von Studiwerk-Geschäftsführer Andreas Wagner.

 

„Mit dem herausragenden und ambitionierten Bauprojekt werden die Belange von zukunftsweisendem Wohnen, Umwelt- und Naturschutz dank kluger Planung, anspruchsvoller Architektur und nachhaltiger Materialien vorbildlich vereint. Darüber hinaus wird dringend notwendiger Wohnraum für Studentinnen und Studenten geschaffen“, begründete Umweltministerin Ulrike Höfken die Preisvergabe.

 

Das neue Gebäude mit seinen 110 barrierefreien Appartements, in unmittelbarer Nähe des historischen Martinsklosters und nahe der Mosel gelegen, ersetzt den bisherigen Bau aus den 70er Jahren. Konzipiert ist das Gebäude in einer Holz-Hybridbauweise mit modularen, vorgefertigten Bauelementen. Damit können sowohl die durch die Baustelle verursachten Verkehrsstörungen als auch die Bauzeit reduziert werden. Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters 2022 soll das Wohnheim fertiggestellt sein.

„Holz im Herzen“


Die Holztafelbauweise der Außenwände berücksichtigt auch den Lärmschutz auf der zur Straße gerichteten Seite. Die Geschossdecken sind als Holz-Betonverbund vorgesehen, wobei die Decke holzsichtig bleibt. Die Dachkonstruktion wiederum wird komplett in Holz gehalten.

Durch den Neubau entsteht ein attraktiver und einladender Innenhof, in dessen Zentrum eine jahrhundertealte Blutbuche steht, ein Naturdenkmal von übergeordneter Bedeutung. Das Studierendenwerk betrachtet den Schutz und Erhalt dieses Naturdenkmals als besondere Verpflichtung, es ist zugleich Namensgeber des Projektes: „Haus am Baum – Holz im Herzen“.

Das Energiekonzept für den Neubau ruht auf mehreren Säulen. Für die Energieerzeugung sorgen eine Photovoltaikanlage auf einem Teil des Daches sowie ein Erdgas-Blockheizkraftwerk. Diese soll unter anderem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und die zentral arbeitende wärmerückgewinnende Lüftung betreiben, mit der alle 110 Wohnungen ausgerüstet sind. Eine Echtzeitinformation über den Energiestatus der Anlagen wird den Mieterinnen und Mietern online zur Verfügung gestellt, so dass diese ihr eigenes Nutzungsverhalten hin zum Energiesparen optimieren können.

Mit dem „NABU Region Trier“ als Kooperationspartner wurde zudem eine Möglichkeit erkannt und die Chance ergriffen, dem Projekt einen weiteren, ökologischen Aspekt hinzuzufügen: Die Fassade eignet sich dazu, um dort für Schwalben und Fledermäuse sogenannte Fassadenquartiere einzurichten.


Erste Bauarbeiten haben mit der Entkernung und dem Teilabriss begonnen

Baumschutzmanagement für die Rotbuche installiert

Die Arbeiten für die neue Wohnanlage "Haus am Baum" haben im März 2020 mit der Entkernung des Altgebäudes begonnen. Im Mai wurde ein umfangreiches Baumschutzmanagement für das Naturdenkmal im Innenhof installiert. Wassersensoren wurden ins Erdreich rund um die Rotbuche eingebracht, um die ausreichende Feuchtigkeitsversorgung des Baumes während der Bauarbeiten zu gewährleisten. Im Juni wurden bereits erste Teilgebäude abgerissen und derzeit ist der Blick auf den Innenhof zum Martinskloster von der Straße aus frei.

Europaweiter Architekturwettbewerb „Ersatzneubau Martinskloster“: Preisträger stehen fest

Das Studiwerk hatte im Frühjahr 2018 europaweit Architekturbüros eingeladen sich am Planungswettbewerb für den „Ersatzneubau Martinskloster“ zu beteiligen.

Nach einer Präqualifikationsphase wurden dafür 15 Büros vorausgewählt, wovon 13 in der ganztägigen Preisgerichtssitzung am 17. Oktober durch ein vielköpfiges Preisgericht (besetzt mit VertreterInnen der Stadt Trier, des Finanzministeriums, des Auslobers und Architekten-Juroren) unter der Leitung von Prof. Kunibert Wachten anonym begutachtet und bewertet wurden.

Sämtliche Wettbewerbsarbeiten konnten vom 22. Oktober bis Freitag, 26. Oktober, im Gebäude S, 2. Stock, Raum 212 der Hochschule Trier – Campus Gestaltung, am Paulusplatz 4 von der interessierten Öffentlichkeit besichtigt werden.

Der Auslober Studiwerk freut sich sehr, dass dieses umfangreiche Verfahren erfolgreich abgeschlossen werden konnte und mit den 3 Preisträgern:

  •     Architekten Stein-Hemmes-Wirtz, Kasel
  •     Architekten BKSP, Hannover
  •     HKS-Architekten, Aachen

geeignete Kandidaten für die konkrete Projektumsetzung gefunden wurden, die nun in einem anschließenden Vergabeverfahren den Gewinner unter sich ausmachen werden.

Verbunden mit einem ausdrücklichen Dank weist das Studiwerk gerne darauf hin, dass die Kosten des Wettbewerbs durch das Finanzministerium Rheinland-Pfalz getragen werden.

Nötig wurde der Wettbewerb, um für das Wohnprojekt „Ersatzneubau Martinskloster“ eine Kreditförderung durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (kurz: ISB) zu erhalten.




* ca.-Angaben

Legende:

Grafik: Legende.



Foto: Wagner.

Andreas Wagner

Geschäftsführer
Tel.: 0651 / 201 - 3561
E-Mail: andreas.wagner@studiwerk.de